Herzlich willkommen beim Alternativen Kulturkongress,

 

hiermit heißen wir Sie recht herzlich auf der Webpräsenz des Alternativen Kulturkongress Deutschland e.V., willkommen. Diese Seite dient, neben der Vorstellung des Vereins, vornehmlich dazu, zukünftige Veranstaltungen des AKD vorzustellen, zu bewerben und zu dokumentieren, sowie die Teilnahme für Interessenten anzubieten. Der Hauptschwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei auf der Planung und Organisation kultureller und politischer Veranstaltungen mit einem gesellschaftskritischen Anspruch: nach unserer Überzeugung ist das gesellschaftliche und bürgerliche Zusammenfinden auf informeller und bildungsrelevanter Grundlage, wie Kongresse, aber auch Podiumsdiskussionen, Messen, Workshops, Bildungsreisen und ähnliche Veranstaltungen, für eine fruchtbare, lebhafte und zukunftsorientierte Demokratie absolut notwendig und bei dem Ziel und Ideal, die Gesellschaft stets zu einem Besseren zu verändern, unter keinen Umständen wegzudenken.

In einer funktionierenden und authentischen Demokratie stellt die Zusammenkunft von Bürgern, die über gesellschaftliche Themen zu diskutieren wünschen, eines der zahlreichen Standbeine dar – dazu gehört auch, daß sich Bürger, die den politischen Diskurs nicht nur verstehen, sondern an diesem auch teilzunehmen wünschen, selbständig und auf eigene Initiative hin zusammenfinden, absprechen und organisieren – dies auch, wenn möglich, ohne die Mithilfe von Parteien, Konzernen, Lobbys und sonstigen Interessengruppen der „etablierten Welt“. Diese stellt bekanntermaßen nicht nur die Weichen in finanziellen, sondern allzu oft auch in ideologischen Fragen. Eine derartige Einflussname auf den politischen öffentlichen und bürgerlichen Diskurs, die von einer Hegemonialstellung des Parteien-, Stiftungs- und Bildungswesen her rührt, ist für uns unerträglich. Die Demokratie benötigt keine Meinungsmacher – sie benötigt ein Klima der freien Meinungsäußerung und Meinungsbildung!

Während die Parteien einen Großteil bürgerlicher „Graswurzelarbeit“ erledigen – was keinesfalls positiv zu bewerten ist-, ist es uns ein primäres Ziel, ein von den (etablierten) Parteien unabhängiges Forum für mündige und gesellschaftlich interessierte Bürger aufzubauen sowie die Vernetzung insbesondere kritischer Stimmen voranzutreiben. Dabei lehnen wir Populismus und polemische Rhetorik, politischen und religiösen Extremismus sowie ideologische Agitprop und weltanschauliche (Schleich-)Werbung ausdrücklich ab: Wissenschaftlichkeit, Themenbezogenheit und Sachlichkeit sind für unser Konzept ein absolutes Kriterium. Der AKD interessiert sich, im Sinne dieses Grundsatzes, für eine Reihe von Fachwissenschaften, die sich aus den Bereichen der Philosophie, Soziologie, Ökonomie, Psychologie, Pädagogik, Anthropologie und der Rechtswissenschaft zusammensetzen können, auf diese aber nicht zwingend festgelegt sind. Er sieht ferner seine Aufgabe darin, die Mannigfaltigkeit der fachwissenschaftlichen, empirischen Sphäre in einen – im Sinne einer ganzheitlich ausgelegten Gesellschaftskritik sich befindlichen – logischen, einander bedingenden Zusammenhang zu bringen. Dieser ist zum einen durch die Sorgfalt und  Abstimmung in der Themenwahl, zum andern durch die Qualität der Referenten zu gewährleisten. Ziel ist es, die Gesellschaft und ihre Entwicklung „als Ganzes“ zu betrachten, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wobei die Interpretationshoheit keinesfalls festgesetzt sein muss. Aus diesem Grund spielen bei der Themenwahl unserer Kongresse stets auch politische Betrachtungen eine Rolle: die politische Betrachtung vervollständigt und verdichtet die Mosaiksteinchen der empirischen Wissenschaft zu einem anschaulichen Bild.

Damit verbundene Fragestellungen drehen sich also sowohl um die konkreten, institutionalisierten, etatistischen und ökonomischen Fakten unserer gesellschaftlichen Lebensrealität, als auch um die metaphysischen, die manifestierten Zivilisationen im Vorfeld beeinflussenden „Hintergrundkräfte“, die (kulturellen) Ideen und geistig-moralischen Spannungsfelder, die gewissermaßen den „Treibstoff“ zivilisatorischer Prozesse darstellen, und deren Entstehen und Entwicklung nur in einem geistesgeschichtlichen und geisteswissenschaftlichen Kontext zu begreifen ist. Auf der anderen Seite spielen nicht zuletzt auch rational-ökonomische Faktoren eine beeinflussende Rolle in der Gesellschaft, ferner ist es auch der Staat selbst, samt seines ausgedehnten Netzwerkes an Institutionen, der das Verhalten und Denken der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst. Die damit verbundenen Ursachen und Wirkungen auf die heutige Gesellschaft festzustellen, auszudifferenzieren und in sinnige Zusammenhänge zu setzen, um ein „großes Bild“ zu schaffen, an welchem sich die Gesellschaft spiegeln lässt, stellt das konzeptionelle Ziel der auf unseren Kongressen stattzufindenden Diskussionen dar, in der Hoffnung, in das „Chaos der Kritik“, das derzeit herrscht, eine Grundordnung zu bringen, mit der man kulturell und politisch zu arbeiten in der Lage ist, ohne sich in Unsinnigkeiten, Trivialitäten, Borniertheiten, Fanatismen und Phantasmen zu verlieren.

Mit großer Sorge müssen wir heute feststellen, daß nicht nur das Recht auf freie Meinungsäußerung, insbesondere im politischen Bereich, von Episode zu Episode mehr an Bedeutung verliert, sondern daß auch der grundsätzliche Wille, überhaupt einen kritischen Standpunkt zu vermitteln, beim Bürger zunehmend verkümmert. Es erscheint gangbar, hinter dieser Entwicklung letztendlich strukturelle Ursachen zu vermuten – eine dieser Ursachen könnte durchaus die fehlende Bereitstellung von demokratischen Plattformen von Bürgern für Bürger, und die daraus resultierende Vormachtstellung der etablierten Herrschaftskreise der Bundesrepublik sein, nicht zuletzt aber auch ein fehlendes oder abgebautes Kulturverständnis im gesamten deutschsprachigen Raum, das sich im Fehlen einer politischen Bereitschaft zur Mitsprache, einer fehlenden „Lust zur Politik“ beim Bürger besonders äußert. Daher folgen wir der Annahme, daß Kultur und in dessen Zuge auch die politische Debatte sich nur dann entwickeln und entfalten kann, wenn zunächst das freie Wort, das Recht auf freie Meinungsbildung und die darauf basierenden bürgerlichen Zusammenkünfte wieder in vollem, uneingeschränktem Maße möglich und gewährleistet sind.

Allen Widerständen zum Trotz: Gerne möchten wir mit Ihnen erste Schritte in Richtig freies Wort, freie Meinung und freie Bildung wagen. Überlassen wir die gesellschaftliche Konsensbildung nicht länger den Parteien, journalistischen Marktschreiern und bezahlten Stiftungen – denn die Demokratie lebt von den Bürgern, von Ihnen, von uns!

„Nur wer weiß, woher er kommt, bestimmt wohin er geht.“